Neutropenie

Neutropenie

Eine Neutropenie entsteht oft als Folge einer Krebstherapie. Durch die Behandlung mit Zytostatika (Chemotherapie) wird die Bildung von neutrophilen Granulozyten gehemmt und das körpereigene Immunsystem geschwächt. Lesen Sie hier mehr darüber.

Was ist eine Neutropenie?

Bei einer Neutropenie besteht ein Mangel (griechisch „penia“) an neutrophilen Granulozyten. Diese spezialisierten Zellen werden im Knochenmark gebildet und gehören zum angeborenen Immunsystem. Mit einem Anteil von 60 bis 70 Prozent machen sie die Mehrzahl der Leukozyten („weiße Blutkörperchen“) aus. Sie sind ein wichtiger Teil des Immunsystems und wehren Krankheitserreger ab, die von außen in den Organismus eindringen. Sinkt die Zahl der Granulozyten, bedeutet dies für die betroffene Person ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Welche Ursachen kann eine Neutropenie haben?

Neutropenien können verschiedene Ursachen haben wie beispielsweise erbliche Defekte des Immunsystems, Erkrankungen des blutbildenden Systems oder Infektionskrankheiten. Häufig kommt es auch infolge einer Chemotherapie durch die Schädigung des Knochenmarks mit seinen blutbildenden Strukturen zu einer besonders schweren Form der Neutropenie – der Agranulozytose.

Wie wird eine Neutropenie behandelt?

Bei einer Neutropenie infolge einer Chemotherapie erholt sich die Blutbildung und mit ihr die Anzahl der Granulozyten innerhalb von ein bis zwei Wochen nach Ende der zytostatischen Behandlung. Während dieser Zeit sind die behandelten Patienten stark überempfindlich gegenüber Krankheitserregern und lebensbedrohlichen Infektionen, die ein funktionierendes Immunsystem relativ problemlos abwehren kann. Medikamentöse Therapien unterstützen die Neubildung dieser wichtigen Immunzellen, stärken das Immunsystem und verbessern die Prognose der Patienten deutlich.

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